Das Burnout-Syndrom

Das Burnout-Syndrom

Was ist das Burnout-Syndrom?

Das Burnout-Syndrom ist nach aktuellem wissenschaftlichen Stand keine Erkrankung.

Im wissenschaftlichen Sinne hat man sich noch nicht eindeutig auf eine Definition des Burnout-Syndroms geeinigt. D.h. es ist im Ermessen des Behandlers, ob er diesen speziellen Erschöpfungszustand feststellt oder wie er ihn definieren mag.

Allgemein verbreitet ist die Aussage: Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben!? Aber eine hohe Leistungsbereitschaft allein führt noch nicht zu einem Burnout. Diese Ansicht ist mittlerweile überholt.

Neben gesellschaftlichen Ursachen lassen sich berufliche Ursachenfaktoren und Persönlichkeitsfaktoren wie besonders hohe Leistungsmotivation, Perfektionismus, Versagensangst, Einzelkämpfer-Mentalität sowie mangelnde Abgrenzungsfähigkeit nennen. Berufliche Ursachen sind z.B. hohes Arbeitspensum, Termin- und Zeitdruck, E-Mail Flut, fehlender Handlungsspielraum, Rollenkonflikte, fehlendes Feedback oder Wertschätzung.

Doch ein Erschöpfungszustand muss sich nicht zwangsläufig auf berufliche Ursachen beziehen. Auch dauerhafte partnerschaftliche Auseinandersetzungen, familiäre Streitigkeiten oder hohe Mehrfachbelastungen im Alltag können zu einer totalen Erschöpfung führen.

Burnout ist nicht zu verwechseln mit Stress oder einer Depression und als ein Prozess (kein Zustand) zu verstehen.

Es gibt hierzu verschiedene Modelle zur Entwicklung, die diesen Prozess beschreiben. Es besteht meist eine Erschöpfung auf emotionaler, körperlicher, kognitiver (gedanklich) und auf Handlungsebene (Verhalten) mit einer komplexen Anzahl von Beschwerden.

Abschließend kann man „Burnout als Ergebnis eines kontinuierlichen Aufbrauchens von Energie und Bewältigungsressourcen einer Person verstehen...“ (Psychotherapie im Dialog, 09/2009). Im Rahmen des Erschöpfungsprozesses und in der Folge können psychische Erkrankungen wie z.B. Angststörungen, Depressionen oder Suchterkrankungen entstehen.